Event Date: 30. November 2016

30.11.2016 – 20 Uhr
Eintritt frei!

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ON BEING… AFFECTED
Performanceabend mit Denise Bertschi, Kamen Stoyanov und Verena Dürr

Kuratiert von Katharina Swoboda (Golden Pixel Cooperative), in Zusammenarbeit mit Katharina Brandl (Sorority)

Der Abend „ON BEING… AFFECTED“ zeigt künstlerische Performances, welche sich mit Wirkungen der gegenwärtigen Lebensrealitäten auf den Körper auseinandersetzen. Es ist eine Gegenwart, in denen langwierige Prozesse keinen Raum mehr haben, sondern welche vielmehr durch Reaktion und Emotion auf medial aktivierte Ereignisse geprägt ist. Theorien des „Affekts“ analysieren die Effekte dieser ständig erhöhten Alarmbereitschaft auf den gesellschaftlichen Körper. Die drei künstlerischen Positionen widmen sich dem durch die Gegenwart „affezierten“ Körper auf unterschiedliche und vielschichtige Weise.

Den Abend eröffnet KAMEN STOYANOVs Performance „on being…greeted“. Diese bezieht sich auf die historische Aufnahme “Greetings on the Murmurs of Earth, the Voyager Interstellar Record“ aus dem Jahr 1977. Zunächst werden 55 Begrüssungen an Außerirdrische vom Künstler performt. In den 1970er Jahren wurde der Blick in den Weltraum und der Blick zurück auf die „Blue Marble“ zum Symbol für eine globale Gemeinschaft. Im zweiten Teil der Performance führt Stoyanov die kontroverse Rede von Kurt Waldheim in seiner Funktion als UN Generalsekretär aus. Diese ist die längste Sprachaufnahme „Voyager Golden Records“.

Die Schweizer Künstlerin DENISE BERTSCHI beschäftigt sich in „On being… neutral“ mit Aspekten des vielschichtigen Konzepts der „Neutralität“. In einer breit angelegten Laboranordnung aus Text und Textil, untersucht Bertschi den körperlichen und sprachlichen Ausdruck der Neutralität und ihre (Un)möglichkeiten- zwischen Stimme “erheben” und “verstummen”. Welche Konsequenzen haben Konzepte der Neutralität im Politischen und im Privaten?

Die Autorin, Musikerin und Performancekünstlerin VERENA DÜRR alias venerasinn schließt den Abend mit „on being … and other reasons“. In einer feinsinnigen Performance wird der Gegenwart durch die Mittel der Improvisation begegnet. Die Improvisation mit Dingen, Klängen, Worten, Gesten und Bilder als Möglichkeit, die schon gemachte „Realität“ zu überlisten.

Realisiert durch die freundliche Unterstützung der Bezirkskulturförderung Margareten.
www.kamenstoyanov.com
www.venerasinn.com
www.denisebertschi.ch

http://www.goldenpixelcoop.com/
http://sorority.at/